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Dies ist ein Scharfschützengewehr der Firma Accuracy International. Es ist das erste Gewehr seit der Gründung der Bundeswehr, das speziell für diesen Zweck beschafft wurde. Die britische Firma Accuracy International Ltd. erhielt 1997 den Auftrag zur Lieferung der Waffe.

Die Friedensmission der Bundeswehr im ehemaligen Jugoslawien zeigte, dass ein mit dem Sturmgewehr G3A3 mit Zielfernrohr ausgerüsteter Soldat gegen feindliche Scharfschützen, die zumeist das Dragunow einsetzten, stark unterlegen war. Diese Anforderungen und der Sofortbedarf für die Truppe veranlassten die Bundeswehr zum Test verschiedener Scharfschützengewehre ohne Ausschreibung einer Neuentwicklung. Als Sieger dieser Tests, an denen auch die deutschen Firmen Mauser sowie ERMA und Keppler teilnahmen, ging der englische Waffenhersteller Accuracy International mit seinem Gewehr AWM-F hervor. Wegen des einsatzbedingten Bedarfs wurden insgesamt 58 Scharfschützengewehre vor der eigentlichen Einführung unter der Bezeichnung G23 an die bosnischen SFOR-Truppen in Bosnien und an das KSK (Kommando Spezialkräfte) geliefert. Die Waffe ist ein mehrschüssiges Repetiergewehr, bei dem der Scharfschütze nach jeder Schussabgabe manuell durch eine Bewegung des Verschlusses über den Kammerstängel eine Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager zuführt. Durch die Verwendung eines Schalldämpfers ist eine Teilverschleierung der Position des Schützen bei der Schussabgabe möglich, da der Mündungsknall der verwendeten Überschallpatronen teilweise reduziert und das Mündungsfeuer gedämpft wird. Die Waffe wird heute noch begrenzt von der Bundeswehr genutzt

Ausstattung Bearbeiten

  • Gesamtlänge: 1.233 mm
  • Gesamthöhe: 270 mm
  • Gesamtbreite: 90 mm
  • Gewicht (nicht geladen): 8,1 kg
  • Lauflänge: 659 mm

Technische Daten Bearbeiten

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